Ein Nobody gegen Putin

Film (OmU) und Gespräch mit Oscarpreisträger und Regisseur Pawel Talankin

Moderation: Dr. Eduard Klein, Dolmetscher: Artur Weigandt

04. Oktober 2026, 20.00 Uhr

City 46, Birkenstr. 1, 28195 Bremen

Was passiert, wenn eine Gesellschaft ihre Freiheit verliert? Wie verändert sich der Alltag, wenn demokratische Freiräume schwinden, staatliche Propaganda den Diskurs bestimmt und bereits Schulkinder im Sinne des Regimes indoktriniert werden?

Der Film „Ein Nobody gegen Putin“, 2026 mit dem Oscar als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, zeigt diesen Prozess eindrücklich aus der Perspektive von Pawel „Pasha“ Talankin. Pawel, Lehrer an einer Schule in der russischen Provinz, erlebt und beschreibt, wie nach Beginn der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine sein Land und sein Arbeitsalltag sich innerhalb kürzester Zeit grundlegend verändern: Neue Unterrichtsinhalte werden vorgegeben, patriotische und militaristische Rituale halten Einzug und staatliche Ideologie bestimmt zunehmend, was Kinder und Jugendliche lernen. Pawel Talankin hält diese Entwicklung mit seiner Kamera fest.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit diskutieren wir im Anschluss an den Film mit in der Tschechischen Republik lebenden Pawel Talankin, wie autoritäre Strukturen entstehen und sich im Alltag einer Gesellschaft manifestieren. Was geschieht, wenn demokratische Freiheiten Schritt für Schritt zurückgedrängt werden? Welche Rolle spielt Bildung? Und (wie) kann man sich solch einer Entwicklung entgegenstellen?

Der Film richtet den Blick darauf, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind und immer wieder geschützt und verteidigt werden müssen – bevor es zu spät ist.

 

Eine Veranstaltung der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen in Kooperation mit dem Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen.

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